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13.07.26

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Stau am Gotthard? So wird die Reise zum ersten Ferienabenteuer

Es gibt einen ganz eigenen Klang, der jeden Schweizer Sommer begleitet: das leise Seufzen im Auto, wenn die Verkehrsmeldung vor dem Gotthard wieder einmal „Stau zwischen Erstfeld und Göschenen, zwölf Kilometer" verkündet. Kaum haben die Sommerferien begonnen, rollt halb Europa Richtung Süden – und ein guter Teil der Nation steht geduldig auf der A2 und wartet auf die Sonne des Tessins. Die eigentliche Frage aber lautet nicht, wie lange der Stau dauert. Sie lautet: Wird diese Fahrt zur Geduldsprobe – oder zum ersten kleinen Ferienabenteuer?

Der Klassiker: die Reise in den Süden

Es ist jedes Jahr dasselbe Bild, und irgendwie gehört es dazu wie das Znüni auf dem Rastplatz. Die Koffer sind gepackt, die Vorfreude ist gross, und dann steht die Familie doch erst einmal. Wer schon einmal an einem heissen Samstagmorgen im Reussdelta ausgeharrt hat, weiss: Die ersten zehn Minuten sind okay, die nächsten zwanzig noch erträglich – und dann kommt von der Rückbank die Frage aller Fragen. „Sind wir bald da?" Wer darauf vorbereitet ist, hat schon halb gewonnen.

Wusstest Du? Als der Gotthard-Strassentunnel 1980 eröffnet wurde, war er mit rund 17 Kilometern der längste Strassentunnel der Welt – ein Rekord, den er zwanzig Jahre lang hielt, bis ihn im Jahr 2000 der norwegische Lærdalstunnel ablöste. Bis heute ist er die wohl meistdiskutierte Röhre der Schweiz, besonders am ersten Feriensamstag.

Spiele, die keine Batterie brauchen

Das Tablet ist schnell entladen, und der Akku hält selten bis Chiasso. Deshalb erleben die alten Reiserituale gerade wieder eine kleine Renaissance. Das gute alte „Ich sehe was, was du nicht siehst", das Zählen roter Autos oder das Erraten von Nummernschildern kostet nichts und beschäftigt eine erstaunlich lange Zeit. Wer es etwas handfester mag, greift zu kompakten Reisespielen mit magnetischen Figuren, die auch im holprigen Stop-and-go nicht gleich über den ganzen Fussraum kullern. Ein Set Kartenspiele passt in jede Seitentasche und funktioniert auf dem Schoss genauso gut wie auf dem Klapptisch im Zug.

Kleine Überraschungen für unterwegs

Ein bewährter Elterntrick: eine kleine Tüte mit unerwarteten Kleinigkeiten, die erst im Stau ausgepackt werden darf. Ein neues Rätsel- und Malbuch, ein Stickerheft, eine unbekannte Knobelaufgabe – der Reiz des Neuen überbrückt manche zähe Kilometer. Und für die Momente, in denen jeder einfach seine Ruhe möchte, sorgen leichte Kinder-Kopfhörer mit begrenzter Lautstärke für Hörspiel-Frieden auf allen Sitzplätzen.

Exkurs: Warum eine Stunde für Kinder eine Ewigkeit ist

Dass sich die Zeit im Stau endlos dehnt, ist nicht nur ein Gefühl. Eine verbreitete Erklärung der Wahrnehmungsforschung lautet: Je jünger wir sind, desto neuer und dichter sind unsere Eindrücke – das Gehirn speichert mehr, und rückblickend erscheint dieselbe Zeitspanne dadurch länger. Für ein sechsjähriges Kind ist ein Jahr ein Sechstel seines Lebens, für einen Erwachsenen ein winziger Bruchteil. Kein Wunder also, dass eine Stunde auf der Rückbank sich anfühlt wie eine kleine Unendlichkeit. Der Trick ist, diese Zeit mit Struktur zu füllen: eine Aufgabe, ein Ziel, ein kleines Ritual – schon wird aus der gefühlten Ewigkeit ein überschaubares Abenteuer.

Wenn der Weg zum Ziel wird

Vielleicht liegt darin das eigentliche Geheimnis der Sommerreise: Sie beginnt nicht erst am Strand oder am Bergsee, sondern schon auf dem Rücksitz. Wer den Stau als verlorene Zeit betrachtet, verliert. Wer ihn als gemeinsame Stunde mit Spiel, Musik und einem Znüni versteht, gewinnt eine der schönsten Familienerinnerungen des Jahres – erzählt wird davon nämlich noch lange nach den Ferien.

Wie sieht Deine perfekte Reiseausrüstung aus?

Ob magnetisches Reisespiel, Kartenklassiker oder ein frisches Rätselheft für den nächsten Gotthard-Stau: In unserem Sortiment findest Du viele kleine Begleiter, die lange Fahrten kürzer machen. Schau doch vorbei – und verrate uns: Was darf in Deiner Familie auf keiner Sommerreise fehlen?