29.06.26
Sommerferien-Start: Warum nie die ganze Schweiz gleichzeitig frei hat
Am ersten Feriensamstag im Juli verwandelt sich die A2 vor dem Gotthard zuverlässig in den längsten Stau des Jahres. Tausende Familien haben im selben Moment dieselbe Idee: Koffer in den Kofferraum, Kinder auf die Rückbank, ab Richtung Süden. Und trotzdem startet die Schweiz nie ganz gleichzeitig in die Sommerferien.
Während in Luzern und Zug die Schule schon am Samstag, 4. Juli 2026 schliesst, klingelt es in Zürich erst am 13. Juli zum letzten Mal vor den Ferien — und im Aargau sogar erst am 19. Juli. Sechs Wochen Freiheit, aber jede Region zu ihrer eigenen Zeit. Warum eigentlich?
Ein Land, 26 Ferienpläne
Die Antwort ist so schweizerisch wie der Föderalismus selbst: Bildung ist Sache der Kantone. Jeder der 26 Kantone — und manchmal sogar einzelne Gemeinden — legt seine Schulferien selbst fest. Das Ergebnis ist ein fein gestaffelter Flickenteppich, der sich über den ganzen Juli und bis weit in den August zieht.
Was nach Planungschaos klingt, hat einen praktischen Nebeneffekt. Würden alle Familien am selben Tag losfahren, wären Autobahnen, Pässe und Feriendestinationen noch voller. Die Staffelung entzerrt den grossen Aufbruch — zumindest ein bisschen.
Wusstest Du? In der Deutschschweiz dauern die Sommerferien meist fünf bis sechs Wochen. In der Romandie und im Tessin sind sie traditionell länger — in Genf und im Tessin oft sieben bis acht Wochen am Stück.
Warum die langen Ferien ausgerechnet im Sommer liegen
Dass die längsten Schulferien in den Hochsommer fallen, ist kein Zufall — und älter als jede Reisebranche. Die Erklärung liegt auf dem Feld.
Exkurs: Als die Ferien noch «Heuferien» hiessen
Bevor Schulkalender auf Badeseen und Flugpläne abgestimmt waren, richteten sie sich nach dem bäuerlichen Jahr. Im Hochsommer wurden auf den Feldern alle Hände gebraucht — zuerst fürs Heuen, später für die Ernte. Schule hätte da nur gestört. In vielen Landregionen hiessen die Sommerferien deshalb schlicht «Heuferien», und im Herbst gab es vielerorts «Kartoffelferien», damit die Kinder bei der Kartoffelernte mithelfen konnten.
Dazu kam ein zweiter, sehr praktischer Grund: Die Schulzimmer von damals waren im Juli und August oft schlicht zu heiss zum Lernen. Erst mit der Industrialisierung und den modernen Lehrplänen wurde aus den Erntepausen der lange, zusammenhängende Sommerblock, den wir heute kennen. Der Bauernkalender ist verschwunden — die langen Sommerferien sind geblieben.
Gut vorbereitet startet es sich entspannter
Ob Badeferien am Mittelmeer, Wanderwoche in den Bergen oder Daheimbleiben mit Tagesausflügen — der erste Ferientag wird entspannter, wenn das Gepäck stimmt. Wer clever packt, gewinnt Platz: Mit Kompressions-Reisebeuteln wird aus einem prallen Koffer wieder ein ordentlicher, und ein aufblasbares Reisekissen macht die lange Auto- oder Zugfahrt deutlich angenehmer.
Apropos Rückbank: Die berühmte Frage «Sind wir bald da?» kommt zuverlässig nach zwanzig Minuten. Ein kompaktes Reise-Spiel-Set für Kinder oder ein Paddle-Ball-Set für die erste Raststätte überbrücken die Strecke erstaunlich lange — ganz ohne Bildschirm.
Am Ziel übernimmt dann der Sommer: ein weiches Strandtuch, eine geräumige Strandtasche und ein Strandspielzeug-Set für die Kleinen gehören an jeden See und an jedes Meer. Für den spontanen Ausflug ins Grüne lohnt sich ein faltbarer Picknickkorb — und gegen die Mittagshitze sorgt eine Slush-Puppie-Maschine zuhause für die wohl einfachste Erfrischung des Sommers.
Übrigens: Der erste Feriensamstag gilt Jahr für Jahr als einer der reisestärksten Tage überhaupt. Wer früh morgens oder antizyklisch erst am Nachmittag losfährt, spart sich oft die schlimmsten Kilometer im Stau.
Der Sommer gehört Dir
Egal, ob Deine Ferien am 4. Juli starten oder erst Mitte Monat: Sechs Wochen liegen vor Dir, und sie gehören ganz Dir. Schau gerne in unserem Sortiment vorbei, wenn Du Deine Ausrüstung für Reise, Strand oder Garten ergänzen möchtest. Und verrate uns: Wohin zieht es Dich diesen Sommer?