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01.06.26

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Hochzeitssaison: Warum der Juni Liebenden gehört

Wer im Juni durch ein Schweizer Dorf spaziert, hört sie fast garantiert: die Kirchenglocken eines Brautpaars. Kein anderer Monat bringt so viele Trauungen hervor. Doch warum ausgerechnet der Juni? Die Antwort führt rund zweitausend Jahre zurück — zu einer römischen Göttin.

Der Monat der Juno

Der Juni trägt seinen Namen nach Juno, der römischen Göttin der Ehe, der Frauen und der Geburt. Eine Hochzeit in «ihrem» Monat galt im alten Rom als besonders glückverheissend — der himmlische Segen war gewissermassen inklusive. Praktische Gründe kamen dazu: Nach dem Winter war das Wetter mild, die ersten Ernten in Sicht, und ein im Juni gezeugtes Kind kam im Frühling zur Welt, rechtzeitig vor der nächsten Erntesaison. Romantik und Kalkül gingen Hand in Hand.

Wusstest Du? Dass der Ehering ausgerechnet am Ringfinger sitzt, geht auf einen uralten Irrtum zurück: Römer und Ägypter glaubten an die «vena amoris», eine Ader, die von genau diesem Finger direkt zum Herzen führe. Anatomisch ist das schlicht falsch — doch die schöne Vorstellung hat sich bis heute gehalten.

Von blauen Strumpfbändern und gesägten Baumstämmen

Auch sonst steckt die Hochzeit voller kurioser Bräuche. Der englische Reim «something old, something new, something borrowed, something blue» begleitet Bräute bis heute — das Blau steht dabei für Treue und Reinheit. Die oft vergessene letzte Zeile verspricht mit «a silver sixpence in her shoe» sogar Wohlstand.

Typisch hierzulande: In vielen Schweizer und deutschen Regionen müssen die frisch Vermählten direkt nach der Trauung gemeinsam einen Baumstamm zersägen. Das soll beweisen, dass sie auch Hindernisse als Team meistern — und sorgt zuverlässig für die lustigsten Hochzeitsfotos des Tages.

Noch einen Abend zuvor wird mancherorts ordentlich Lärm gemacht: Beim sogenannten Polterabend zerschlagen Freunde und Nachbarn altes Porzellan vor der Haustür — denn Scherben, so der Volksglaube, bringen dem Paar Glück. Aufräumen müssen die beiden den Haufen übrigens gemeinsam. Schon vor der Hochzeit wird also fleissig Teamwork geübt.

Und was schenkt man dem Brautpaar?

Der gute alte Toaster hat ausgedient — heute darf es persönlicher sein. Gravierte Gläser oder Champagnerflöten mit dem Datum des grossen Tages etwa begleiten ein Paar an jedem Hochzeitstag aufs Neue. Wer die Feier selbst verschönern möchte, greift zu stimmungsvoller Partydeko: Ballongirlanden und elegante Tischakzente verwandeln jeden Saal in Sekunden.

Für unvergessliche Erinnerungen sorgt eine Sofortbildkamera auf dem Gästetisch — jeder Gast schiesst ein Bild, und am Ende des Abends hat das Paar ein wunderbar chaotisches Album. Und fürs frisch bezogene gemeinsame Zuhause? Ein cleveres Küchen-Gadget ist nützlicher, als es klingt — schliesslich wird in den ersten Ehejahren erstaunlich viel zusammen gekocht (und gelacht, wenn etwas anbrennt).

Am Ende gilt für Geschenke dasselbe wie für die Ehe: Es kommt nicht auf den Preis an, sondern auf den Gedanken dahinter. Stöbere gerne in unserem Sortiment — vielleicht findest Du genau das Detail, das dem Brautpaar ein Lächeln entlockt. Und wer weiss: Vielleicht läuten die nächsten Glocken ja für Dich.