18.04.26
Muttertag: Die Frau, die ihn erfand, bereute es
Im Jahr 1907 schickte Anna Jarvis aus Philadelphia 500 weisse Nelken an eine Kirche in West Virginia — zur Erinnerung an ihre verstorbene Mutter. Sieben Jahre später erklärte US-Präsident Woodrow Wilson den Muttertag zum nationalen Feiertag. Was danach passierte, hätte Anna Jarvis wohl am liebsten rückgängig gemacht.
Von der Nelke zur Milliarden-Industrie
Anna Jarvis stellte sich den Muttertag als persönlichen, stillen Dankestag vor — nicht als kommerzielle Grossveranstaltung. Doch kaum war der Feiertag offiziell, witterten Blumenhändler, Grüsskartenhersteller und Süssigkeitenläden ihr Geschäft. Schon in den 1920er-Jahren war der Muttertag zur Cash Cow geworden, die Jarvis zutiefst verachtete.
Wusstest Du? Anna Jarvis bezeichnete Grüsskarten als "faule Entschuldigung für echte Gefühle" und führte bis zu ihrem Tod Rechtsstreitigkeiten gegen die Kommerzialisierung — des Feiertags, den sie selbst erfunden hatte.
Sie wurde sogar verhaftet, als sie eine Muttertags-Blumenveranstaltung störte. Tragischerweise verbrachte sie ihre letzten Jahre mittellos in einem Sanatorium — angeblich mitfinanziert von den Blumenhändlern, die sie ihr Leben lang bekämpft hatte.
Muttertag rund um die Welt — und in der Schweiz
Während die USA den ersten Sonntag im Mai feiern, hat sich in der Schweiz der zweite Sonntag im Mai etabliert — 2026 also der 10. Mai. Interessant: In manchen arabischen Ländern fällt der Muttertag auf den 21. März (Frühlingsanfang), in Äthiopien wird er gleich drei Tage lang mit einem grossen Familienfest gefeiert.
Did you know? In Serbien heisst der Muttertag "Materice" und wird im Dezember gefeiert — mit dem Brauch, die Mutter symbolisch zu "fesseln", bis sie die Kinder mit Süssigkeiten loskauft.
Geschenke, die wirklich überraschen
Laut Umfragen wünschen sich viele Mütter vor allem gemeinsame Zeit. Aber wer sagt, dass ein gutes Geschenk das ausschliesst? Die klügsten Präsente laden zur gemeinsamen Nutzung ein.
Für die Mama, die gern kocht und neue Techniken ausprobiert, lohnt sich ein hochwertiger Eierkocher oder Pochierer — damit lassen sich Frühstücks-Brunches zu einem echten Erlebnis machen. Und wer wusste, dass der erste patentierte elektrische Eierkocher bereits in den 1930er-Jahren auf den Markt kam?
Liebt sie Tee- oder Kaffeepausen als kleines Ritual? Eine elegante Teestation oder kompakte Kaffeemaschine macht aus der Pause ein tägliches Highlight — und beim nächsten Besuch kannst Du gleich mitmachen.
Für die Mama, die immer für andere da ist und sich selbst selten etwas gönnt, eignet sich ein Massagegerät oder ein entspannendes Wellness-Gadget. Solche Geräte erlebten in den letzten Jahren einen regelrechten Boom — der diskrete Hinweis, dass auch sie Pflege verdient.
Fun Fact: Die meisten Muttertags-Geschenke werden statistisch gesehen am Tag selbst gekauft. Wer früh plant, hat also definitiv die Nase vorn.
Eine originelle Alternative zu Blumen: ein Kräuter- oder Balkon-Starter-Set. Damit wächst das Geschenk buchstäblich weiter — und jedes Basilikum-Blatt erinnert an den Anlass.
Die schönste Geste
Anna Jarvis hatte vielleicht nicht Unrecht: Das beste Geschenk ist Aufmerksamkeit und Zeit. Aber ein durchdachtes Präsent, das zeigt, dass man nachgedacht hat, schadet nicht. Schau gerne im enjoymedia-Sortiment vorbei — vielleicht findest Du genau das, was bei euch zuhause noch fehlt.
Was schenkst Du Deiner Mama dieses Jahr? Wir sind gespannt!